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Herzlich willkommen auf der Homepage der literarischen Vereinigung SIGNATUR e.V.

Der gemeinnützige Verein versteht sich als literarisches und geistiges Sprachrohr und wurde 1992 in Lindau gegründet. Er ist vor allem in Tettnang, aber auch in verschiedenen Orten rund um den Bodensee, im Allgäu und in Oberschwaben aktiv.

 

2022 Treibholzgesteck

Pardon,

liebe Mitglieder und Freunde von "Signatur",

 

 

- aber wie soll oder kann man in diesem krisenvollen Jahr, in dem ja nicht nur das Christkind vor der Tür steht, in adventliche Weihnachtsstimmung kommen und Ihnen, was wir alle Jahre gerne möchten, schreiben - zumal Gasmangel die Finger klamm macht und zwecks Stromsparens auch noch die Sterne fehlen?

 

Versuchen wir's 'mal mit einem Rückgriff auf das uns vertrauteste Terrain –"Signatur" eben:

 

"Beflügelt"

von der Rückschau auf unsere zehn Förderpreisthemen *), schauen wir uns an,

was diese jetzt zu Weihnachten und Neujahr zu sagen hätten:

 

Manch Januarplan für dieses Jahr hielt nur bis Ende Februar –"und plötzlich war alles anders": Die Welt, Europa zumindest, schien "aus den Fugen" geraten, und was man

"auf Augenhöhe" verhandelt und besiegelt glaubte, erwies sich als Chimäre, als wäre man einem Schurken "ins Netz gegangen", der nun völlig "durchgeknallt" war.

 

– Nein: Machtmissbrauch, Zerstörung, Verzweiflung oder Flucht waren nie ein explizites Thema, aber sie sind in den tausend Einsendungen zu unseren Ausschreibungen alle schon ebenso vorgekommen wie Hilfe und Solidarität, Sicherheit und Gerechtigkeit.

Millionen Menschen hoffen, ein Asyl zu finden, wo ihnen Berechtigungspapiere für ein neues Leben "ausgestellt" werden. Viel Leid aber gerät "im Schatten"

neuer Schreckensnachrichten ins Vergessen.

 

Doch halt: Neben Kriegsnot, Hunger und anderen Krisen wollen wir heute die vielen schönen Aspekte und dankenswerten Annehmlichkeiten unseres Lebens, die in den Zuschriften "zum Glück" gleichermaßen zur Sprache gekommen sind und unsere Tage erhellen, nicht außer Acht lassen: Freundschaft, Liebe, Hilfsbereitschaft, Kultur und Natur, Spazieren, warmes Wasser, "unser tägliches Brot" –

und hundert weitere Beispiele finden Sie selbst. 

 

Nun denn! Das nächste Signatur-Thema steht noch nicht fest –

wohl aber unser heutiges:

 

"Fröhliche Weihnachten"!

 

- Lassen Sie sich dazu viel Schönes und Gutes einfallen:

Christbaum, Gans, Sterne und Kerzen, Lesen und Singen, Brötle und Spiele - und vielleicht lockt Sie spät noch Glockengeläut in die festliche Mette und verzaubert Sie

mit der Frohen Botschaft vom Kind in der Krippe und hilft mit den Engelsworten:

"Fürchtet Euch nicht!"

 

Ein bisschen verhaltener als sonst, ein bisschen sperrig – wie "Treibholz" im Adventsgesteck - wünschen wir Ihnen sehr herzlich auch 2022 gesegnete Festtage und ein besseres, vor allem wieder friedlicheres Jahr 2023 –

von Einfällen sprühend und vor Umsetzungskraft strotzend,

besonnt & besonnen!

                                                                         -.llg/6.12.22

 

 

 

Die Vorstandschaft von Signatur e.V.

 

*) „Durchgeknallt“ 2004 – „Treibholz“ 2006 – „Auf Augenhöhe“ 2008 – „Im Schatten“ 2010 – „beflügelt“ 2012 - „ins Netz gegangen“ 2014 – „Aus den Fugen! Aus den Fugen?“ 2016 - „ausgestellt“ 2018 – „Zum Glück“ 2020 - „und plötzlich war alles anders“ 2022

 

 

 

Signatur erhält den Ehrenamts-Förderpreis des Bodenseekreises

Auszeichnung wurde am 5. Dezember 2022 im Landratsamt Friedrichshafen verliehen

 

Signatur Ehrenamtspreis

 

Signaturmitglieder freuen sich über den Ehrenamtspreis des Bodenseekreises, von links nach rechts: Sylvia Zwisler (stellvertretende Bürgermeisterin Tettnang), Helga Müller, Landrat Lothar Wölfle, Ingrid Koch, Angelika Banzhaf, Monika Moser. Foto: Landratsamt Bodenseekreis.

 

„Vielfältig und bunt“: So lautete das Motto des Ehrenamts-Förderpreises des Bodenseekreises 2022

Friedrichshafen - Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Förderpreis wurde am Montag, 5. Dezember 2022 zum Internationalen Tag des Ehrenamts im Rahmen eines Festaktes im Landratsamt Friedrichshafen von Landrat Lothar Wölfle verliehen. Zu den Preisträgern gehört auch die literarische Vereinigung Signatur e.V. Sie darf sich nicht nur über eine Urkunde freuen, sondern auch über ein Preisgeld von 1.200 Euro.

„Für ihr wertvolles Engagement wurden Menschen, Vereine und Initiativen aus dem Kunst- und Kulturbereich ausgezeichnet“, so die Pressemitteilung des Landratsamtes. Insgesamt gibt es fünf Preisträgerinnen und Preisträger. Zudem wurde erstmals ein Sonderpreis vergeben, der den wichtigen Einsatz gegen Diskriminierung von queeren Personen würdigt.

 

Erschienen am Samstag, 15. Oktober 2022, in der Schwäbischen Zeitung Ausgabe Tettnang:

 

Signatur-Förderpreis 2022 für Marco Damghani

Am Ende entscheidet das Publikum im Foyer der Volksbank über die ersten drei Plätze

 

 

Siegerfoto_Volksbank

Freuen sich über den erfolgreichen Wettbewerb: Angelika Banzhaf, Jürgen Strohmaier, Judith Tinnacher für Marco Damghani, für Kathrin Thenhausen ihre Mutter und ganz rechts die drittplatzierte Bianca Tschaikner. (Foto: Olaf E. Jahnke)

 

Von Olaf Jahnke

Tettnang - Die Qual der Wahl hat die Jury beim Signatur-Förderpreis gehabt. „Und plötzlich war alles anders“ lautete das Thema des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs des Literaturvereins Signatur. Im Foyer der Volksbank-Friedrichshafen-Tettnang in der Lindauer Straße kam in diesem Jahr noch einiges an Videopräsenz hinzu.

Gleich geblieben ist auf jeden Fall der Enthusiasmus der Teilnehmer. Rund hundert Gäste hatten sich vor Ort versammelt. Hausherr und Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Strohmaier wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Preise nun schon seit 2004 und bis auf den pandemiebedingten Ausfall von 2020 in einer Veranstaltung am gleichen Ort vergeben werden können.

Signatur-Vorsitzende Angelika Banzhaf äußerte, dass auch diesmal 104 Autorinnen und Autoren mitgemacht hätten. Leider seien 32 davon rausgefallen, weil sie thematisch oder stilistisch die Vorgaben nicht erfüllt hätten. Zum zehnjährigen Bestehen des Signatur-Förderpreises beschrieb Hajo Fickus viel Erlebtes und viel Arbeit.

Musikalisch unterhielten zwischen den Programmpunkten Kerstin Hesse und Andieh Merk mit instrumentalistischen und stimmlichen Besonderheiten.

Bewährt habe es sich nunmehr, die Autorenbewerbung regional auf den Bodenseeraum zu beschränken, denn es habe schon Wettbewerbe mit bis zu 600 Einsendungen gegeben. In Fickus' Rückblick tauchen auch die Themen der vergangenen Wettbewerbe auf.

Ingrid Koch reimte in bewährter humorvoll-schwäbischer Weise eine Beschreibung über die doch recht aufwändige Arbeit der vierköpfigen Jury, „ohne dui wärs bei ons päb“. Tatsächlich hatten alle Juroren 72 Texte zu lesen, manche mehrmals. Dann habe es noch ein Meeting gegeben, schließlich hatte man doch tatsächlich zehn Schreibende mit ähnlicher Punktzahl am Ende, freute sich Koch. Von denen waren schließlich drei im Finale.

Als erster kam Marco Damghani dran, allerdings per Video. Er sei in Leipzig beruflich verhindert. Lakonisch las er „Szene 2“, einen dramatischen Monolog am Grab seiner Mutter. Da heißt es unter anderem zu Therapeutenratschlägen: „In der Krise formt sich der Charakter? - Danke du Sackgesicht!“

Wortgewaltig und mit viel sprachlicher Symbolik las Bianca Tschaikner, als einzige von Dornbirn aus persönlich vor Ort, ihre Kurzgeschichte „Ferne Provinz“. Eine Beschreibung um das gallizische Cabo de Finisterre, das auch Ende der Welt genannt wird. Bei Tschaikner endet der Winter an der „Costa del Morte“. Schlusssatz: „Von den absterbenden Kamelien angekündigt, kommt der Frühling.“

Kathrin Thenhausen hat zur Lesung ihrer Kurzgeschichte „Farbwechsel“ ein Video aus Finnland geschickt. Dabei geht es um Teenager-Mädchenerlebnisse, Gemeinsamkeiten unter Freundinnen - Rituale und Besonderheiten. „Zu beiden Seiten ziehen die anderen Finger die Lippen nach oben, bis sich ein Lächeln bildet.“ Nach einem rassistischen Vorfall wegen der Hautfarbe eines der Mädchen, ist das Lächeln verschwunden, ein Riss geht durch die Freundinnengruppe.

Über die ersten drei Plätze stimmte das Tettnanger Publikum ab. Marco Damghani siegte und erhielt 500 Euro Preisgeld. Seine Signatur-Patin, Judith Tinnacher, beschrieb seinen Werdegang und sein erfolgreiches Schaffen als Autor, Regisseur und Moderator. So sei er am Schauspiel Leipzig gerade dabei die Uraufführung seines ersten Stücks „Anouk & Adofa“ vorzubereiten. „Szene 2“ gehöre zu einem anderen Stück, an dem er arbeite.

Zweite wurde Kathrin Thenhausen, sie bekam 300 Euro. Hier stellte Moni Moser die literarische Qualität ihrer Arbeiten hervor und informierte über Thenhausens Informatik-Studienaufenthalt in Finnland. Die stolzen Eltern nahmen Urkunde, Preisgeld und Weinflasche entgegen.

Den dritten Preis und 200 Euro gab es für Bianca Tschaikner, die von Monika Schüler vorgestellt wurde, als Multitalent mit zahlreichen Veröffentlichungen, Engagement Richtung Porzellanmalerei und als Fachfrau für Druck und Lithographie.

 

 



 

 

 

 

 

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