Großes Interesse an Lesung „Zwischenwelten“ in Wangen im Allgäu
Der Artikel ist auf folgenden Heimatseiten der Schwäbischen Zeitung erschienen:
Am 17.3.26 auf der Heimatseite der Ausgabe Wangen im Allgäu.
Am 18.3.26 auf der Heimatseite der Ausgabe Tettnang.
Signatur will zur 12. Förderpreisteilnahme motivieren
Die literarische Vereinigung Signatur schreibt gemeinsam mit der Volksbank Bodensee-Oberschwaben einen Förderpreis für Literatur aus, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Der diesjährige Arbeitstitel
lautet „Zwischenwelten“. Um darauf thematisch einzustimmen, lasen am 12. März in der Wangener Stadtbücherei die Signatur-Jury-mitglieder Hajo Fickus, Monika Schüler, Moni Moser und Daniela Alge ausgewählte Texte bekannter Autoren. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein junges Bläserquartett aus Niederwangen.
„Die Lesung soll als Inspiration dienen – und auch als kleine Ermutigung, selbst einen Text zu kreieren und an der Ausschreibung teilzunehmen“, sagte Signatur-Vorsitzende Angelika Banzhaf.
Hajo Fickus und Monika Schüler (Wangen/A.) lasen unter anderem Texte von Luigi Pirandello („Der Mann mit der Blume im Mund“) und Franz Kafka („Der Jäger Gracchus“). In Kafkas Erzählung ist der Jäger zwar gestorben, doch seine Seele erreicht das Reich der Toten nicht. Sein Boot, das ihn ins Jenseits bringen sollte, hat sich verirrt. Seitdem fährt er zwischen Leben und Tod über die Meere und gelangt auch in Städte wie Riva.
Monika Moser (Ravensburg) stellte das Buch von Katja Früh „Vielleicht ist Liebe so“ vor, das Einblicke in eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung gibt. Da Anjas Mutter beschlossen hat, an einem bestimmten Tag zu sterben, kommt es zwischen den beiden immer wieder zu Konflikten. Auch die Frage, was mit Anton, dem Hund, geschehen soll, wird zu einem zentralen Thema.
Daniela Alge (Wangen) las aus dem Werk von Melara Viodolo „Großmütter“. Der Roman erzählt von zwei Großmüttern: Die eine wächst in einer armen Schweizer Bauernfamilie auf, die andere in einer wohlhabenderen Familie in Kamerun. Beide erleben Hoffnungen, Enttäuschungen und Demütigungen. Erst ihren Enkeltöchtern gelingt es schließlich, das Schicksal der Großmütter in einen Weg der Befreiung zu wenden.
Angelika Banzhaf dankte abschließend Büchereileiterin Susanne Singer für die Möglichkeit, in der Bücherei aufzutreten sowie den Akteuren für ihre sehr guten Auftritte.
Weitere Lesungen zum Thema „Zwischenwelten“ (mit z. T. anderen Texten) finden am 21. April, um 19 Uhr in der Bücherei Bad Wurzach sowie am 4. Mai, um 19 Uhr in der Bücherei Kressbronn statt.
Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 30. Juni 2026, Preisverleihung ist am 6. Oktober 2026, in der Volksbank Bodensee-Oberschwaben in Tettnang.
Bild zur Meldung: von links, hinten: Monika Schüler, Hajo Fickus, Susanne Singer (Büchereileiterin), Angelika Banzhaf. Vorne, von links: Daniela Alge und Moni Moser. Foto: Rita Schade



