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Herzlich willkommen auf der Homepage der literarischen Vereinigung SIGNATUR e.V.

 

Unsere aktuellen Veranstaltungen: 

 

 1. Buchmesse Ravensburg vom 16. bis 18. Oktober 2026

 

Ein ganz besonderes Ereignis erwartet alle Bücherfreunde in Ravensburg. 

Während der Oberschwabenschau findet dort zum ersten Mal eine Buchmesse statt!

 

 

Sieben regionale Autorinnen und Autoren der Literarischen Vereinigung Signatur Tettnang und der Wangener Lesebühne sind bei dieser Premiere mit dabei. 

Paul Sägmüller (Bergatreute), Daniela Alge, Birgit Strobel, Bruni Adler und Diemut M. Bek (Wangen), Helga R. Müller (Tettnang) und Alexandra Scherer aus der Nähe von Illertissen (Mitglied der „Mörderischen Schwestern“). Gemeinsam präsentieren sie am Stand Nr. 5 ihre Bücher, geben Einblicke in ihr literarisches Schaffen und laden bei verschiedenen Lesungen dazu ein, in ihre Geschichten einzutauchen. Am Bücherstand finden sie eine große Auswahl an Jugendliteratur, Frauenromane, Weihnachtsgeschichten, Historisches, Kriminalromane und Sachbücher. 

Die Autorinnen und Autoren wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Entdecken der regionalen Literatur, spannende Begegnungen und viele inspirierende Momente auf der ersten Ravensburger Buchmesse!

  • Halle 8 Eingang Nord an der Ulmer Straße 

  • Bushaltestelle Eissporthalle mit den Linien S30 und R60

 

Alle Lesungen in der Halle 8 im Lesecafe´. 

Freitag, den 16.10.2026       

12:00 Uhr    Lesung des Autors Paul Sägmüller           

14:30 Uhr    Lesung der Autorin Diemut M. Bek 

aus „Die Leupolzer“ (Historischer Roman)   

15:00 Uhr    Lesung der Autorin Daniela Alge 

                   aus „Das Feuer der Wurzelfrau“          

Samstag, den 17.10.2026              

14:00 Uhr    Quizrunde mit Fragen zu den Ausstellern

mit Sabrina Schuh                              

15:30 Uhr    Lesung der Autorin Alexandra Scherer

aus „Wiesenschänder – Ein Fall für Magdalena Sonnbichler“ (Cozy Crime)

Sonntag, den 18.10.2026              Halle 8      im Lesecafe´

10:00 Uhr    Podiumsdiskussion „Mörderisches Oberschwaben“. 

Die Region im Fokus der Kriminal-Literatur mit Helmut Jäger (Autor), Alexandra Scherer (Autorin), Hubert Romer (Verleger), Christine Leierseder (Buchhändlerin, Moderator: Dirk Polzin.

13:30 Uhr    Lesung der Autorin Helga R. Müller                                    

aus „Zadak, der magische Wanderfalke Band II Die Zuckerbäckerin aus Passau“ (Jugendbuch mit historischer Geschichte)

 

 

 

 WorTTkunst

 

 

worTTkunst – 

Wenn Bilder Worte finden und Worte Bilder werden

 

Wenn eine Malerin und sieben Literaturschaffende aufeinandertreffen und sich gegenseitig inspirieren, entsteht etwas Einzigartiges: Bilder regen zu Texten an, Texte führen zu Bildern. Genau dieses kreative Zusammenspiel steht im Mittelpunkt der Ausstellung „worTTkunst“ der Tettnanger Künstlerin Silke Sautter-Walker und der Autorinnen und Autoren der Tettnanger Literaturvereinigung „Signatur“: Martin Brenner-Burkhard (Friedrichshafen), Hajo Fickus (Wangen), Lorenz L. Göser (Kressbronn), Helmut Jäger (Berg), Dorothea Neukirchen (Friedrichshafen), Rita Schade (Tettnang) und Bianca M. Schenk (Wasserburg).

Zur Vernissage am Samstag, 12. September, um 19 Uhr laden die Beteiligten herzlich ins Kavaliersgebäude, Schlossstraße 2 in Tettnang, ein. Zur Einführung spricht Karin Nowak aus Ravensburg, Gregor Panasiuk aus Lindau begleitet die Einführung musikalisch improvisierend.

 

Silke Sautter-Walker spürt in ihren Arbeiten der Entwicklung und Bedeutung von Sprache und Schrift nach. Worte, Zeichen und Texte werden Teil ihrer Bilder und verbinden sich mit Malerei und Collage zu vielschichtigen Szenen, die Geschichten erzählen. Dabei bewegt sie sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit und entwickelt eine ganz eigene, authentische Bildsprache.

Ihre künstlerische Arbeit reicht dabei über die Leinwand hinaus: Sie gestaltet Kugeln aus Styropor und Robinienholz sowie farbig und mit Papier bearbeitete Baumstämme. Ergänzt wird die Ausstellung durch sogenannte „Lichtbilder“, die thematisch an die Bilderserien anknüpfen.

Eine besondere Dimension erhält das Projekt „Bild – Dialog – Sprache“ durch die Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren von „Signatur“. Einerseits verfassten sie, inspiriert durch einzelne Bilder Silke Sautter-Walkers, eigene Texte. Die unterschiedlichen Stimmungen, Motive und Bildwelten werden dabei aus ganz persönlichen literarischen Blickwinkeln aufgegriffen. Die entstandenen Texte werden jeweils gemeinsam mit den dazugehörigen Kunstwerken präsentiert.

Aber auch umgekehrt ließ sich die Künstlerin von der Literatur anregen und griff vorhandene Texte in eigenen Arbeiten bildnerisch auf. So entstand ein lebendiger Dialog zwischen Bild und Wort, in dem sich Gemaltes und Gestaltetes mit Gedanken und Geschichten zu einer spannenden und ungewöhnlichen Einheit verbinden.

Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Verbindung von Bild und Wort selbst zu entdecken. 

 

Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung sind Lesungen der beteiligten Autorinnen und Autoren von „Signatur“, die jeweils sonntags ab 15.30 Uhr stattfinden. Den Auftakt machen am Sonntag, 13. September, Martin Brenner-Burkhard, Lorenz L. Göser und Rita Schade.

 

Ausstellung „worTTkunst“ – „Bild – Dialog – Sprache“

Vernissage: Samstag, 12. September, 19 Uhr, Kavaliersgebäude Schlossstr. 2, Tettnang 
Ausstellungsdauer: Samstag, 12. September, bis Sonntag, 11. Oktober

Öffnungszeiten: Dienstag: 10–14 Uhr, Samstag: 10–16 Uhr, Sonntag: 11–17 Uhr

Weitere Informationen unter www.silke-sautter-walker.de 

 

 

 

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 Förderpreis 2026 Foto: Olaf Jahnke Nach der Preisverleihung: Signatur-Vorsitzende Angelika Banzhaf, Martin Brenner-Burkhard, der für Václav Pavlu den ersten Preis entgegengenommen hat, als Zweitplatzierte Lisa Weiß, die dritte Preisträgerin Nicole Miltenberger und Volksbank-Vorsitzender Thomas Stauber (von links). Foto: Olaf Jahnke

 

Signatur vergibt Literatur-Förderpreis

Die Preisträger des 12. Förderpreises von „Signatur“ zum Thema „Zwischenwelten“ stehen fest.

 

 

Tettnang - Das Foyer der Volksbank Bodensee-Oberschwaben in Tettnang hat sich am Dienstag mit rund 90 Literaturinteressierten gefüllt. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Stauber begrüßte die Gäste zur 12. Förderpreisverleihung mit der Literaturvereinigung Signatur unter dem Thema „Zwischenwelten“.

Er freue sich, zusammen mit Signatur die Preise im Gesamtwert von 1000 Euro zu vergeben. Signatur-Vereinsvorsitzende Angelika Banzhaf schloss sich mit Dank für Gastfreundschaft und Preisgeld an. Nicht zuletzt wolle man mit dem Förderpreis auch den Mut zu einer öffentlichen Bewertung belohnen.

Dabei habe die Jury einiges zu tun gehabt: Bei 120 eingereichten Kurztexten mit jeweils 4500 Zeichen habe man rund 540.000 Zeichen gelesen, das entspreche etwa 400 Seiten. Wichtig sei dabei, dass der ganze Bewertungsprozess komplett anonym ablaufe, sodass weder Namen noch Alter oder Publikationen eine Rolle spielen könnten.

Hajo Fickus bemerkte zur Arbeit der Jury: „Die Bewertungen haben wir schwitzend bewältigt“ - bezogen auf die Schwierigkeit der Auswahl. Fickus gehörte zusammen mit Monika Schüler, Daniela Alge und Monika Moser dem Bewertungsgremium an. Bei einem beachtlichen, thematisch höchst vielfältigen Konkurrenzfeld, habe man es schließlich mit vielen Absprachen und Diskussionen geschafft, zwei Preisträgerinnen und einen Preisträger für die Publikumswertung vorzuschlagen.

Am Pult für die Publikumsbewertung trugen Nicole Miltenberger aus Bad Wurzach und Lisa Weiß aus Immenstaad ihre Texte vor. Für Václav Pavlů aus St. Gallen, der nicht persönlich teilnehmen konnte, las Martin Brenner-Burkhard dessen Text.

Unter dem Titel „Zwischenwelten – über das Hier, das Dort und Schwester Katharina“ schaffte Nicole Miltenberger eine Situationsbeschreibung mit viel Gefühl bei der Beschreibung einer Intensiv-Pflegesituation mit Alarm und Emotionen wie „Bitte, bitte, noch nicht jetzt.“ Faszinierend auch der Schlussgedanke der von Intensivschwester Katharina und dem Verstummen der Alarme beruhigten Tochter: „Und denkt, dass die Menschen auf Intensivstationen wahrscheinlich mehr über Zwischenwelten wissen, als alle Philosophen zusammen.“

Václav Pavlůs Text mit dem Thema „Zwischen den Ufern“, gelesen von Martin Brenner-Burkhard, thematisierte gefühlvoll, wortgewaltig, metaphorisch und drastisch ein seit 60 Jahren verheiratetes Paar im Gewittersturm. Dabei erzählte der Autor aus der Perspektive des Mannes um das Thema einer Weltwirklichkeit, um den möglichen Tod und kam aus der Welt zwischen Traum und Wirklichkeit zum Schluss: „So allein wie ein Mensch, sein kann, der geglaubt hat, das Schrecklichste sei zu sterben, und erst am Ende begreift, dass es Schlimmeres gibt: den Menschen zu überleben, der sein Zuhause war.“

Lisa Weiß stellte ein ganz anderes Zwischenwelt-Phänomen dar, mit dem Erlebnis einer Psychiatrie-Insassin bei einer Gruppentherapie mit Puzzles. Titel: „Zwischen Delfinen und Katzen“. Betrachtungen und Beschreibungen zwischen anderen Patienten führten schließlich zum dramatischen und aufschlussreichen Schluss zur absurden Situation: „Lieber bleibe ich hier und verstecke mich vor der Welt. Lieber dazwischen als niemals mehr wieder.“

Die Publikums-Abstimmung mit bunten Zetteln ergab einen dritten Preis und 200 Euro für Miltenberger, einen zweiten Platz und 300 Euro für Weiß und einen ersten Platz mit 500 Euro für Pavlů.

Angelika Banzhaf erklärte: „Eine solche Veranstaltung ist nur durch die gute Zusammenarbeit und Unterstützung eines engagierten Teams möglich. Dazu gehören neben dem Volksbankteam besonders meine Stellvertreterin Ingrid Koch, Anita Wilhelm sowie unsere Jury, die sämtlich großen Einsatz gezeigt haben.“ Schließlich dankte die Signatur-Vorsitzende Martin Giebel am E-Piano, der die Veranstaltung gekonnt begleitete, bevor sich das Publikum zu Gesprächen, Erfrischungen oder Büchertisch begab.

Banzhaf wies abschließend darauf hin, dass neue Signatur-Mitglieder herzlich willkommen seien. Das gelte auch für Besucher der Signatur-Lesungen und Textabende. Die nächste Veranstaltung findet am 18. November um 19.30 Uhr im Tettnanger Hotel Bären statt. Weitere Infos gibt es unter www.signatur-literatur.de.

 

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 2024 Signtur Förderpreis Christel Voith

Bildunterschrift: 

Die Sieger beim Literatur-Förderpreis von Signatur stehen fest: Angelika Banzhaf, Vorsitzende von Signatur, die Preisträger Margrit Wolff, Christa Konrad und Dirk Wittmann sowie Volksbank-Vorstandsvorsitzender Thomas Stauber (von links).

(Foto: Christel Voith)

 

Zum 11. Mal hat die literarische Vereinigung Signatur ihren Förderpreis verliehen 

 

Das Publikum entschied über die Reihenfolge der drei Finalisten.

 

Veröffentlicht: 23.10.2024 in der Schwäbischen Zeitung Tettnang 

 

Von Helmut Voith

 

Im zweijährigen Turnus vergibt die Tettnanger Literatur-Vereinigung Signatur ihren Förderpreis - so auch am Mittwochabend 16. Oktober 2024 in den Räumen der Volksbank Bodensee-Oberschwaben in Tettnang, es war bereits die elfte Förderpreisvergabe.

Für die Volksbank Bodensee-Oberschwaben, welche die Preisgelder von 500, 300 und 200 Euro sponsert, begrüßte der Vorstandsvorsitzende Thomas Stauber die zahlreichen Gäste, allen voran den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Strohmaier, der nach seinem kürzlichen Eintritt in den Ruhestand erstmals als Privatmann gekommen war.

Motto: „Lässt sich das noch reparieren?“

Angelika Banzhaf, Vorsitzende von Signatur, stellte Jury und Preisträger vor. 120 Einsendungen zum Thema „Lässt sich das noch reparieren?“ waren zu bewältigen, bis aus Tokio kamen welche und damit von außerhalb des Ausschreibungsgebiets. 85 hatten die Kriterien – anonymer Text mit maximal 4500 Zeichen – erfüllt. Wenn die Länge überschritten war, durften 

Für die vierköpfige Jury erzählte Hajo Fickus von der Mühe, alle Texte durchzuarbeiten und bei einer großen inhaltlichen und formalen Bandbreite eine Auswahl zu treffen. Drei Gewinnertexte mussten übrigbleiben, die Reihenfolge der Sieger entschieden die Zuhörer.

Drei Finalisten lesen ihre Beiträge vor

Spannend waren die Lesungen. Gleich zu Beginn las Christa Konrad eine Erzählung vom Besuch bei der dementen Mutter im Pflegeheim, wo die Wirklichkeit an die „Welt des erlösenden Vergessens“ stößt.

Eine zerbrochene Tasse, die von den Kindern wieder gekittet, aber von der Mutter nie wieder gebraucht wird, stößt Fragen an: Ob innere Verletzungen auch gekittet werden könnten? Ein sehr feiner, sensibler Text, der aufzeigt, dass so vieles geschieht, was nicht in Worte gefasst im Raum steht.

Mit „überall war Schmerz“ begann Dirk Wittmann seine Lesung. Eine alte Gartenlaube ist zusammengebrochen und hat Helen erschlagen. Wie die Laube war auch ihre Ehe mit Hugo längst brüchig geworden, aber nicht gerichtet worden. Zu spät baut er nach Helens Tod eine neue Laube.

So stimmte das Publikum ab

Zuletzt las die Tettnangerin Margrit Wolff. Mit schwarzem Humor malt sie in ihrem Text eine Welt, in der die letzte lebendige Henne Esmeralda von der gleichnamigen „Eierleg-Maschine“ abgelöst ist, die garantiert vegane Eier zusammenmixt. Offen bleibt, ob die dubiosen „Krawattenmänner“, die an Michael Endes Roman „Momo“ erinnern, das Patent ergattern.

Schöne Salonmusik von Martin Giebel am Piano überbrückte die Wartezeit, bis die Sieger feststanden: Den ersten Preis bekam Margrit Wolff, den zweiten Christa Konrad, den dritten Dirk Wittmann.

Der Eintritt ist frei.

 

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Signatur erhält den Ehrenamts-Förderpreis des Bodenseekreises

 

Auszeichnung wurde am 5. Dezember 2022 im Landratsamt Friedrichshafen verliehen

 

Signatur Ehrenamtspreis

 

Signaturmitglieder freuen sich über den Ehrenamtspreis des Bodenseekreises, von links nach rechts: Sylvia Zwisler (stellvertretende Bürgermeisterin Tettnang), Helga Müller, Landrat Lothar Wölfle, Ingrid Koch, Angelika Banzhaf, Monika Moser. Foto: Landratsamt Bodenseekreis.

 

„Vielfältig und bunt“: So lautete das Motto des Ehrenamts-Förderpreises des Bodenseekreises 2022

Friedrichshafen - Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Förderpreis wurde am Montag, 5. Dezember 2022 zum Internationalen Tag des Ehrenamts im Rahmen eines Festaktes im Landratsamt Friedrichshafen von Landrat Lothar Wölfle verliehen. Zu den Preisträgern gehört auch die literarische Vereinigung Signatur e.V. Sie darf sich nicht nur über eine Urkunde freuen, sondern auch über ein Preisgeld von 1.200 Euro.

„Für ihr wertvolles Engagement wurden Menschen, Vereine und Initiativen aus dem Kunst- und Kulturbereich ausgezeichnet“, so die Pressemitteilung des Landratsamtes. Insgesamt gibt es fünf Preisträgerinnen und Preisträger. Zudem wurde erstmals ein Sonderpreis vergeben, der den wichtigen Einsatz gegen Diskriminierung von queeren Personen würdigt.

 

Erschienen am Samstag, 15. Oktober 2022, in der Schwäbischen Zeitung Ausgabe Tettnang:

 

Signatur-Förderpreis 2022 für Marco Damghani

Am Ende entscheidet das Publikum im Foyer der Volksbank über die ersten drei Plätze

 

 

Siegerfoto_Volksbank

Freuen sich über den erfolgreichen Wettbewerb: Angelika Banzhaf, Jürgen Strohmaier, Judith Tinnacher für Marco Damghani, für Kathrin Thenhausen ihre Mutter und ganz rechts die drittplatzierte Bianca Tschaikner. (Foto: Olaf E. Jahnke)

 

Von Olaf Jahnke

Tettnang - Die Qual der Wahl hat die Jury beim Signatur-Förderpreis gehabt. „Und plötzlich war alles anders“ lautete das Thema des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs des Literaturvereins Signatur. Im Foyer der Volksbank-Friedrichshafen-Tettnang in der Lindauer Straße kam in diesem Jahr noch einiges an Videopräsenz hinzu.

Gleich geblieben ist auf jeden Fall der Enthusiasmus der Teilnehmer. Rund hundert Gäste hatten sich vor Ort versammelt. Hausherr und Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Strohmaier wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Preise nun schon seit 2004 und bis auf den pandemiebedingten Ausfall von 2020 in einer Veranstaltung am gleichen Ort vergeben werden können.

Signatur-Vorsitzende Angelika Banzhaf äußerte, dass auch diesmal 104 Autorinnen und Autoren mitgemacht hätten. Leider seien 32 davon rausgefallen, weil sie thematisch oder stilistisch die Vorgaben nicht erfüllt hätten. Zum zehnjährigen Bestehen des Signatur-Förderpreises beschrieb Hajo Fickus viel Erlebtes und viel Arbeit.

Musikalisch unterhielten zwischen den Programmpunkten Kerstin Hesse und Andieh Merk mit instrumentalistischen und stimmlichen Besonderheiten.

Bewährt habe es sich nunmehr, die Autorenbewerbung regional auf den Bodenseeraum zu beschränken, denn es habe schon Wettbewerbe mit bis zu 600 Einsendungen gegeben. In Fickus' Rückblick tauchen auch die Themen der vergangenen Wettbewerbe auf.

Ingrid Koch reimte in bewährter humorvoll-schwäbischer Weise eine Beschreibung über die doch recht aufwändige Arbeit der vierköpfigen Jury, „ohne dui wärs bei ons päb“. Tatsächlich hatten alle Juroren 72 Texte zu lesen, manche mehrmals. Dann habe es noch ein Meeting gegeben, schließlich hatte man doch tatsächlich zehn Schreibende mit ähnlicher Punktzahl am Ende, freute sich Koch. Von denen waren schließlich drei im Finale.

Als erster kam Marco Damghani dran, allerdings per Video. Er sei in Leipzig beruflich verhindert. Lakonisch las er „Szene 2“, einen dramatischen Monolog am Grab seiner Mutter. Da heißt es unter anderem zu Therapeutenratschlägen: „In der Krise formt sich der Charakter? - Danke du Sackgesicht!“

Wortgewaltig und mit viel sprachlicher Symbolik las Bianca Tschaikner, als einzige von Dornbirn aus persönlich vor Ort, ihre Kurzgeschichte „Ferne Provinz“. Eine Beschreibung um das gallizische Cabo de Finisterre, das auch Ende der Welt genannt wird. Bei Tschaikner endet der Winter an der „Costa del Morte“. Schlusssatz: „Von den absterbenden Kamelien angekündigt, kommt der Frühling.“

Kathrin Thenhausen hat zur Lesung ihrer Kurzgeschichte „Farbwechsel“ ein Video aus Finnland geschickt. Dabei geht es um Teenager-Mädchenerlebnisse, Gemeinsamkeiten unter Freundinnen - Rituale und Besonderheiten. „Zu beiden Seiten ziehen die anderen Finger die Lippen nach oben, bis sich ein Lächeln bildet.“ Nach einem rassistischen Vorfall wegen der Hautfarbe eines der Mädchen, ist das Lächeln verschwunden, ein Riss geht durch die Freundinnengruppe.

Über die ersten drei Plätze stimmte das Tettnanger Publikum ab. Marco Damghani siegte und erhielt 500 Euro Preisgeld. Seine Signatur-Patin, Judith Tinnacher, beschrieb seinen Werdegang und sein erfolgreiches Schaffen als Autor, Regisseur und Moderator. So sei er am Schauspiel Leipzig gerade dabei die Uraufführung seines ersten Stücks „Anouk & Adofa“ vorzubereiten. „Szene 2“ gehöre zu einem anderen Stück, an dem er arbeite.

Zweite wurde Kathrin Thenhausen, sie bekam 300 Euro. Hier stellte Moni Moser die literarische Qualität ihrer Arbeiten hervor und informierte über Thenhausens Informatik-Studienaufenthalt in Finnland. Die stolzen Eltern nahmen Urkunde, Preisgeld und Weinflasche entgegen.

Den dritten Preis und 200 Euro gab es für Bianca Tschaikner, die von Monika Schüler vorgestellt wurde, als Multitalent mit zahlreichen Veröffentlichungen, Engagement Richtung Porzellanmalerei und als Fachfrau für Druck und Lithographie.

 

 



 

 

 

 

 

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