Lesung worTTkunst mit Helmut Jäger und Dorothea Neukirchen

27.09.2026 von Uhr

Literatur trifft auf Kunst: Lesung mit Helmut Jäger und Dorothea Neukirchen

Tettnang. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WorTTkunst“ wird es am Sonntag, 27. September, ein weiteres Mal literarisch im Tettnanger Kavaliersgebäude. Um 15.30 Uhr lesen der Ravensburger Autor Helmut Jäger und die Friedrichshafener Autorin Dorothea Neukirchen aus eigenen Werken und geben Einblicke in ihr literarisches Schaffen.

Helmut Jäger, der im oberbayerischen Chiemgau aufgewachsen ist und heute in Ravensburg-Berg lebt, entdeckte bereits als frühes Mitglied des Münchner Poetenstammtischs seine Leidenschaft für das Schreiben. Inzwischen hat er drei Kriminalromane veröffentlicht, deren Geschichten weit über Oberschwaben hinausführen. Sein vierter Roman erscheint in Kürze. „Gerade das Spannungsfeld zwischen der regionalen Beschaulichkeit auf der einen und Mord und Totschlag auf der anderen Seite macht das Erfinden von Kriminalgeschichten so reizvoll“, erklärt Jäger seine Leidenschaft für das Schreiben.

Am Sonntag stellt er neben weiteren Texten auch seine autofiktionale Geschichte „Es war einmal … nicht alles besser“ vor und lädt die Zuhörer zum Dialog darüber ein. Ausgangspunkt für den Text war ein Gemälde von Silke Sautter-Walker, das Jäger an eine Postkarte von der Front des Ersten Weltkriegs erinnerte, die an seine Großmutter gerichtet war.

Auch Dorothea Neukirchen verbindet in ihrem künstlerischen und beruflichen Werdegang unterschiedliche Ausdrucksformen. Über Stationen in London, Berlin und Köln kam die Schauspielerin, Regisseurin, TV-Moderatorin und Coach an den Bodensee. Als Autorin verfasste sie zunächst Drehbücher und Hörfunk-Features, später Romane und Kurzgeschichten. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mit drei Preisen ausgezeichnet. Ihr Gedicht „Raus aus den Nachrichten“, das sie am Sonntag vorträgt, steht dabei im Dialog mit einem Bild der Künstlerin Silke Sautter-Walker.

Darüber hinaus liest Dorothea Neukirchen Auszüge aus ihrem Roman „Ella und Luise“, in dem zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen im Mittelpunkt stehen: Ella, eine Enddreißigerin und Lehrerin, die gerade wieder allein ist, und Luise, eine Frau in ihren Siebzigern, selten gefragte Schauspielerin und Großmutter. Beide erleben die Höhen und Tiefen ihres Alltags und stellen sich den Herausforderungen des Lebens.

Die Verbindung von Literatur und bildender Kunst gibt der Lesung eine besondere Note. Texte und Gemälde treten miteinander in einen Dialog und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Erinnerungen, Lebensgeschichten und aktuellen Fragen.

Die Lesung findet am Sonntag, 27. September, um 15.30 Uhr im Kavaliersgebäude, Schlossstraße 2, in Tettnang statt.

 
Dorothea Neukirchen und Helmut Jäger. Foto: Rita Schade
Dorothea Neukirchen und Helmut Jäger. Foto: Rita Schade

 

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