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Du und ich
Ein gelber Ball
Tanz auf dem Wasser
Schnee auf den Gipfeln
Sonne darüber
der See im Regen
keine Hoffnung fürs Ziel
200 Meter - wieviel Sekunden?
nicht genug.
Den Wind in den Haaren
geschwind in den Kurven
Rotwein im Glas
mit Abenddämmerung
Gischt schäumt vom Meer
Schutz auf den Felsen
im Laufen spielen
atemlos und schweißnass
Lachen und Tränen
Trost durch Verzeihen
gemeinsam - du und ich Bianca M. Schenk, 9.1.2013
Ein Sonntagmorgen
Es ist kühl geworden, der Wind aus Nord durchdringt die leichte Jacke,
die jetzt in den Schrank gehört.
Noch will ich nicht wahrhaben, dass der Winter vor der Tür steht.
Die ersten Zeichen hierfür sind aber deutlich.
Die Bäume zeigen sich in einem neuen Kleid.
Das satte Grün, kommt erst wieder im nächsten Jahr.
Das Bunte stimmt mich aber nicht fröhlich.
In ein paar Tagen liegt das Kleid auf der Erde und vermodert.
Der Drang an den See zu fahren hält unvermindert an.
Mit Segeln ist nichts mehr, das Boot liegt auf dem Trockenem.
Der See kräuselt sich im leichten Wind.
Die Sonntagsmorgensonne will die dünne Wolkendecke durchdringen.
Der See gleicht einem hellen Silberteller.
Vögel fliegen in Formationen über die Bucht.
Ein Segler ist in der Ferne zu erkennen.
Einige kleine Fischerboote weit draußen.
Sie liegen ohne Fahrt im Wasser, teilweise seit Stunden.
Ob die Fischer heute Morgen etwas fangen?
Ist es der Fang, der sie auf See treibt?
Die Tiefe des Wassers?
Das Unbekannte unter ihrem Boot?
Oder die Zeit zum Nachdenken, Nachfühlen,
die Lust, alleine zu sein, auch mit bösen Gedanken?
Die Fähre hat den Hafen verlassen und steuert das andere Ufer an.
Wohin fahren die wenigen Autos,
die sich am Sonntagmorgen über den See bringen lassen?.
Das Wetter ist diesig und auch der Säntis liegt in den Wolken.
Der Dunst lichtet sich, es wird heller.
Die Fischerboote steuern den Hafen an.
Ich rauche noch eine, trinke mein Bier leer und zahle. Heinz Lieber, Weingarten. 19. September 2012
leichenfledderei
wenn DER SPIEGEL AUFHÖREN! titelt hat unsere bundestrümmermutti deutschland mit effizienz in die pleite regiert das vertrauen der bürger ist nicht mehr da das koalitionschaos desaströs es herrscht endzeitstimmung in der gurkentruppe diesem intrigantenkabinett sogar der cdu-wirtschaftsrat findet dieses sparprogramm unausgewogen & fordert einen höheren spitzensteuersatz die sparpläne auf kosten der hartz IV-empfänger vor allem ihnen das elterngeld zu streichen stigmatisiert diese leute zusätzlich & widerspricht der menschenwürde die kopfsalatpauschale ist vorerst mal geschreddert die stimmung ist desolat die autorität von bundesmutti hat sich zerfleddert ihre machtworte haben keine macht mehr sie plappert sich mächtig lächerlich mit ihren äußerungen düpiert ihre minister ihr außentsunami der möchtegernsteuersenker hat sich samt entourage um kopf & kragen neoliberalistisch an die 5%-hürde bugsiert sie haben den karren gründlich in den dreck gefahren aufhören wäre das redlichste mit neuwahlen aber es wird weiter weißgewurstelt in diesem unserem lande bis der pleitegeier alles fleddert
© Fritz Reutemann | 20.6.2010
die kinder von heute die kinder von heute ernähren sich falsch und verhungern dann oft zu tausenden die kinder von heute sind zu unaufmerksam und treten dann oft auf eine mine die ihnen die beine wegreißt die kinder von heute sind schwächlich und verwöhnt oft schon von geburt an mit aids infiziert die kinder von heute haben viel zu frühen sex aber von irgend etwas müssen sie ja leben die kinder von heute sehen zu viel gewalt wenn sie vor die türe gehen die kinder von heute wählen die falschen berufe denn kindersoldaten haben nun wirklich keine zukunft
© Hajo Fickus
da vincis code
bei so viel sarkosy
gefriert selbst mona lisa im louvre das lächeln auf den lippen
das ist der wahre da vinci code
© Fritz Reutemann
dezemberfrühe
gefrorene stille kristallisiert auf den zäunen noch hängt der wintermond gefangen im geäst die bäume schlafen nackt gegen das frühe blau wir träumen in nachtkühler ruhe von der geburt eines schuldlosen tages © Kristin Winter
Wortfrühling
am Winterkaltrothimmel bevor Nacht die Nuancen der Dunkelheit ändert Landschaft das weiße Tuch ablegt Traum der tagnachtgleichen Fantasie zwischen den Jahren den Momenten beginnt während die Welt vor dem Fenster der Zeit wohnt Anfang der mich noch sucht zukünftige Tuschespuren noch warten auf ihren Grund
Sehnsucht ist die Muttersprache der Schwarzweißverlassenen
Buntes bleibt im Herz zurück erfroren im Du verloren am Schreibtisch in Büchern die vom Leben verschont blieben © Andrea Bayer
Geborgenheit
Tropfende Eiszapfen Regenbogenperlen Wasser Licht Farbe Warum trägt meine Seele Grau?
Goldene Herbstblätter Speicher für die Wärme eines langen Sommers Warum ist mir so kalt?
Weiße Wolkenkissen Hüllen für die Romanze einer lauen Frühlingsnacht Warum bist du gegangen?
Du warst nur geborgt, du warst nie mein Eigen, du warst immer du selbst, du bist noch du selbst. Ich habe mich verloren. In dir. Geh mit mir in den Sommer zurück! © Claudia Kejwal
Im Rosentau
Im Rosentau des Lebens umgibt dich der Duft von Vergangenheit in den gefallenen Blättern. Knospen deuten in die unerreicht nahe Zukunft. © Andrea Bayer
Meer davon
im Weite verzehrenden Blick des Leuchtturmwärters Sehnsuchtgestaltender Horizont im Focus der Linse Sand im Nacken ferne Segel winken dem aus dem Meer aufsteigenden Sonnenaufgang im Pyjama Meine Füße baden bereits im Morgen Strandgut im Kopf Möwen zwitschern Zeit im Dunst der Fantasie Wortschäumende Allmacht thront auf Schaumkronen Salzige Feuchte auf heißer Haut von Sonne und Wind getrocknete Lippen Es tagträumt ich wünsch mir mein Abendrot Alle Tage stehen still hinter Meer- Dagewesenem © Andrea Bayer
Nicht nur Leute wie ich sondern auch zu vorgerückter Stunde nur noch Mist ab Wenn er denn den Boden fruchtbar macht auf den er fällt
© Sabine von Bellersheim
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