08.11.2008: Bericht Preisverleihung Förderpreis "Auf Augenhöhe" (Schwäbische Zeitung) Drucken E-Mail

Erstlingswerk siegt beim Förderpreis der Volkbank



(tab) Ein voller Erfolg war am vergangenen Donnerstag die Preisverleihung des dritten Förderpreises der Volksbank Tettnang und literarischen Vereinigung Signatur. Im mit über 170 Besuchern aus allen Nähten platzenden Vortragsraum „Marktplatz“ der Volksbank Tettnang eG konnte das Publikum mit seiner Stimme die ersten drei Platzierungen mitbestimmen. Den mit 500 € dotierten ersten Platz erreichte Charlotte Dressen aus Konstanz mit ihrem Erstlingswerk.

Da sie im Kulturmanagement tätig ist, gehört das Verfassen von Presse- und Sachtexten zu ihrer beruflichen Tätigkeit. Die nun so erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Auf Augenhöhe“ war eine eher spontane Entscheidung. Ihre von starken Stimmungsbildern geprägte Geschichte über einen schwer kranken Vater überzeugte Jury und Publikum.

Bei der Zweitplatzierten Anja Jonuleit aus Eriskirch, die sowohl als Übersetzerin als auch als Autorin bereits auf einige Publikationen und Preise zurückblicken kann und bereits an einigen Wettbewerben teilgenommen hat, war es klar, dass sie wieder an der Förderpreis-Ausschreibung teilnehme. Für die Drittplatzierte Roswitha Stumpp aus Tettnang, die Gedichte wie „Liebeserklärung eines älteren Herrn“ vortrug, war die Teilnahme ebenfalls eine Premiere und ein Test dafür, „wo ich mit meinen Texten stehe“, so die Autorin.

Diese drei Beiträge aus den 70 Einsendungen auszuwählen, sei laut Jury-Mitglied Hajo Fickus sehr schwer gewesen, habe aber auch großen Spaß gemacht. Insgesamt hätte ein sehr vielfältiger und origineller Umgang mit dem Thema stattgefunden und damit sei Signatur einem seiner Ziele näher gekommen: Den Spaß und die Kreativität beim Schreiben und Umgang mit der Sprache zu wecken.

Dies ist laut Volksbank-Vorstandsmitglied Jürgen Strohmaier auch einer der Gründe, den Förderpreis auszuschreiben: Literatur soll erlebbar gemacht werden, Interessierte sollen Zugang zu Texten aus der Region bekommen, der Förderpreis sei mit der dritten Auflage bereits zu einer kleinen Tradition geworden. Der Hoffnung auf Fortsetzung der guten Zusammenarbeit verlieh auch Signatur-Vorsitzende Angelika Banzhaf Ausdruck; die Jury werde sich neue interessante Themen ausdenken. Auch Bürgermeister-Stellvertreterin Sylvia Zwisler unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Sprache und ermunterte alle Beteiligten, sich auf dieser „Erfolgsstraße“ weiter zu engagieren.

Musikalische Unterhaltung in Form der bekannten und weithin beliebten schwäbischen Songs von Roland Hainmüller bereicherte den Abend, der mit zahlreichen Gesprächen und Begegnungen mit vielen anwesenden Autoren ausklang.